Das Abkommen deckt die potenziellen Auswirkungen von Automatisierungs- und Digitalisierungsprozessen in den Häfen ab. Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, plant EUROGATE, wie viele seiner Wettbewerber, sein operatives Geschäft durch sukzessive Verstärkung des Automatisierungsgrades auszubauen. Der angenommene Zukunftstarifvertrag regelt das Management beschäftigungsbezogener Veränderungen, die durch umgesetzte Automatisierungs- und Digitalisierungsmaßnahmen bewirkt werden, und bietet für beide Seiten einen verbindlichen Rahmen für die ersten und zukünftigen Phasen dieses wichtigen Transformationsprozesses. Gestern (19. Dezember 2018) verabschiedeten die Containerterminal-Betreibergruppe EUROGATE und die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in Bremen den sogenannten Zukunftstarifvertrag. Mit der Unterzeichnung des Abkommens haben die Parteien eine mehr als eineinhalbjährige Verhandlungsphase erfolgreich abgeschlossen. Der Tarifvertrag in den Ländern ist besonders bemerkenswert, weil er die Beschäftigten in Niedriglohngruppen besonders berücksichtigt und auch zahlreiche strukturelle Verbesserungen bewirkt. Das Ergebnis entspricht in etwa einer Erhöhung der Lohnskalen um 8 % und strukturellen Verbesserungen, was letztlich weitere 1 % bedeutete (“8 + 1%”). Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass sich der Zeitraum der Erhöhungen über 33 Monate (2,75 Jahre) erstreckt.

Ver.di führt die Tarifverhandlungen gemeinsam mit den Gewerkschaften GdP, GEW und IG BAU (DGB-Mitgliedsverbände) und ist Teil einer Verhandlungsgemeinschaft mit den deutschen Beamtengewerkschaften DBB und Tarifunion. Darüber hinaus werden die gemäß Tarifverträgen bezahlten Mitarbeiter in diesem Jahr von einer einmaligen Zahlung von 250 Euro (309,10 US-Dollar) profitieren, teilte das Unternehmen mit. Nach der Umsetzung läuft das Abkommen bis zum 31. Mai 2020. Ver.di fordert für alle tarifgebundenen Beschäftigten sowie für Auszubildende im öffentlichen Dienst der Länder (a. Hessen) ein Gesamteinkommen von rund 6 Prozent. Dieser Anspruch umfasst ein soziales Element in Form eines Mindestbetrags, die Einführung einer neuen Skala in bestimmten Lohnkategorien sowie strukturelle Verbesserungen in der Art und Weise, wie bestimmte Arbeitnehmer in Lohnkategorien eingeteilt werden.